Selbstbestimmtes Arbeiten im autonomen Kulturzentrum
Beinahe schon ein Traditionsbetrieb ist die Druckerei in der Reitschule. Um die zurückeroberte Reithalle zu halten und die Vision einer solidarischen Gesellschaft in die weite Welt zu tragen, schleppten einige AktivistInnen im Frühling 1988 eine erste Offset-Druckmaschinein die frisch besetzte Burg, damit die hauseigene Zeitung Megafon auch im eigenen Haus produziert werden konnte. Neben über 400 Ausgaben des Megafons (Hauszeitschrift der Reitschule) wurden seither unzählige Flugblätter, Plakate, Flyer, Karten, Kleber, Zeitschriften und Broschüren hergestellt.

Mit den Jahren kamen neue Maschinen in die Druckerei und die Räume wurden erweitert. 1999 richteten wir die Siebdruckerei ein, die sie sich – wie die Offsetdruckerei – langsam aber stetig weiterentwickelt. Zudem nehmen wir auch Gestaltungs-, Grafik- Korrektorat- und Lektoratsarbeiten entgegen. Mit der Gesamtsanierung der Reitschule wurde die Druckerei im Jahre 2002 vergrössert. Durch den Einbau der Heizungs- und der Lüftungsanlage konnten die Arbeitsbedingungen erheblich verbessert werden.

Personell gab es immer wieder Veränderungen und Wechsel – aber auch eine Kontinuität, wodurch die handwerklichen Fähigkeiten und Kompetenzen weitergegeben werden konnte. Zur Zeit besteht unser Kollektiv aus sechs Personen, welche die Druckerei in Schwung halten. Unser Kollektiv versteht sich als verlässliche/r PartnerIn für eine vielfältige Kulturszene, für eine engagierte linke Politik sowie für soziale Einrichtungen und Projekte.
Trotz allen Veränderungen und Entwicklungen in den letzten Jahrzehnten ist der Grundgedanke der Druckerei Reitschule konstant geblieben: Selbstbestimmtes und kollektives Arbeiten für eine farbigere, ästhetischere und solidarische Welt.